BEGRIFFE AUS DEM KARATE

Hier haben wir einige wichtige Begriffe aus dem Karate aufgeführt, die gerade dem Anfänger - aber auch einigen Fortgeschrittenen - hilfreich sein können. Diese Liste wird in ungeregelmäßigen Abständen erweitert. Wir nehmen aber auch gern Tipps für Begriffe an, die hier erklärt werden sollen. Dazu einfach eine E-Mail an online [at] skd-buende [dot] de schicken.

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DOJO

Der Dojo ist der Übungsraum, die Sporthalle, in der Karate trainiert wird. Von Karateschülern und Karatemeistern wird der Dojo erst nach einer Verbeugung am Eingang betreten.

GI

Gi ist die japanische Bezeichnung für die Karatebekleidung. Sie besteht aus der Jacke (Uwagi), der Hose (Zubon) und dem Gürtel (Obi).

KARATE

Karate bedeutet aus dem Japanischen übersetzt "Leere Hand". Die Silbe "Kara" steht für "leer", "Te" bedeutet "Hand." Ein Karateka (Karatekämpfer) begibt sich mit dem Studium des Karate auf den "Karade Do". "Do" steht hier für "Weg". Er beschreitet also den "Weg der leeren Hand".

"Leere Hand" heißt es deshalb, weil die Menschen sich früher häufig ohne Waffen verteidigen mussten - nicht nur gegen andere Menschen, sondern auch gegen wilde Tiere. Auch wenn Karate aus Japan stammt, liegen die Ursprünge in China, wo die buddhistischen Shaolin-Mönche seit Jahrhunderten Kung Fu trainieren und lebten. Von dort kamen die Kampfkünste zur Insel Okinawa, die heute zu Japan gehört, ursprünglich aber ein eigentsändiges Königreich war. Dort liegen die Ursprünge des heutigen Karate.

Der Japaner Gichin Funakoshi (1868 - 1957) gilt als Begründer des heutigen Karate.

Die Ursprünge des Karate gehen in etwa auf das 5. Jahrhundert n. Chr. zurück. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Lauf der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung.
GICHIN FUNAKOSHI
GICHIN FUNAKOSHI

KATA

Eine Kata ist ein Ablauf von mehreren Techniken. Im Karate gibt es insgesamt 27 Katas, die als stilisierte Kämpfe gegen einen imaginären, unsichtbaren Gegner geführt werden. Katas sind eine Übungsform und müssen von Karateschülern regelmäßig und vor allem konzentriert geübt werden, um die Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Selbst Meistergrade müssen Katas trainieren, damit die Bewegungen immer mehr in Fleisch und Blut übergehen.

KIHON

Kihon ist im Karate der Begriff für "Grundschule". Hier lernt der Karateschüle die Grundtechniken in der Abwehr und im Angriff. Auf der Kihon bauen sämtliche weitere Techniken auf, weil sie so elementare Dinge vermittelt wie beispielsweise die korrekten Atemtechniken, das Halten des Gleichgewichts, oder den korrekten Stand.

KUMITE

Kumite ist der Kampf gegen einen Gegner/Partner im Training. Kumite heißt übersetzt "Begegnung der Hände".

Im Training sind die Techniken zwischen beiden Karateschülern größtenteils vorgeschrieben oder zuvor abgesprochen. Im Gegensatz zur Kata steht also ein echter Gegner gegenüber, dessen Angriffe es abzuwehren gilt.

Im Wettkampf-Kumite sind die Techniken zuvor nicht abgesprochen und die Gegner können Punkte erzielen, wenn sie einen Treffer landen.

KYU

Kyu bedeutet in der Übersetzung Rang oder Klasse. Je höher die Zahl des Kyu, desto niedriger der Rang. So bedeutet der 9. Kyu den weißen Gürtel. Der 1. Kyu ist durch einen braunen Gürtel gekennzeichnet und einen Rang vor dem Meistergrad "Dan".

OBI

Der Obi ist der Gürtel, den sich der bzw. die Karateka um den Bauch bindet, um sich damit die Jacke der Kampfbekleidung zu schließen. Den Obi gibt es in unterschiedlichen Farben, die den Rang bzw. die Klasse seines Trägers/seiner Trägerin zeigen.

Diese Klassen sind hier aufgeführt:

9. Kyu (Weiß = Unterstufe)
Hier beginnt das Lernen. Das Weiß steht für Reinheit und Klarheit. Geschwindigkeit und Kraft sind erst einmal nebensächlich. Wichtiger ist eine korrekte Ausführung der Techniken. Im Japanischen sagt man über den weißen Gürtel: "Schnee liegt in der Landschaft." Weiß gilt in Asien als Farbe des Anfangs, aber auch der Trauer, die den Anfänger im Karate beim ständigen Wiederholen der Grundtechniken befallen kann.

8. Kyu (Gelb = Unterstufe)
Die Bewegungsabläufe in den Grundtechniken sind nun flüssiger. Im Japanischen sagt man: "Der Schnee schmilzt, die gefrorene Erde leuchtet gelb." Das Gelb symbolisiert die Sonne.

7. Kyu (Orange = Unterstufe)
Orange steht hier für das Feuer und die Wärme der Sonne. Im Japanischen sagt man über den orangefarbenen Gürtel: "Die Sonne erwärmt die Erde und macht sie fruchtbar." Das bedeutet sinngemäß, dass der Karate-Schüler die Anweisungen des Trainers oder Meisters besser umsetzen kann.

6. Kyu (Grün = Mittelstufe)
Der Schüler kann schon viel differenzierter und vielseitiger agieren. "Der Samen keimt, ein Pflänzchen kommt", sagt man in Japan in der Bedeutung über den grünen Gürtel.

5. bis 4. Kyu (Violett / Blau = Mittelstufe)
"Die Pflanze wächst zum blauen Himmel", heißt es in Japan über diese farbliche Kennzeichnung der Schülerklasse im Karate. Der Schüler zeigt eine gute Koordination der gelernten Techniken und ist stabil in seiner Haltung und Stellung.

3. bis 1. Kyu (Braun = Oberstufe)
Die letzten drei Schülergrade, in den die Farbe Braun aus dem Japanischen übersetzt bedeutet: "Der Baum hat eine starke Rinde. Er ist jetzt ausgewachsen." Die Farbe Braun soll den Schüler das Erklimmen eines Berges erinnern, hinaus zum Meistergrad.

1. bis 9. Dan (Schwarz = Meistergrade)
Der erste Meistergrad. Hier hat das Lernen allerdings noch kein Ende gefunden, denn es gibt insgesamt neun Meistergrade, die durch den schwarzen Gürtel symbolisiert werden. Der höchste Meistergrad ist der 10. Dan, dessen Träger am rot-weißen Gürtel zu erkennen sind. Bis dorthin ist es ein sehr langer Weg. Der 1928 in Tokio geborene Hidetaka Nishiyama absolvierte seine Prüfung zum 10. Dan im Jahr 2003, also im Alter von 75. Jahren. Mit 15 Jahren hat er begonnen, Karate zu lernen. Er brauchte also 60 Jahre, um das Ziel im Karate Do (Der Weg der leeren Hand) zu erreichen.

ZÄHLWEISE: ICHI, NI, SAN... = Eins, Zwei, Drei...

Beim Karatetraining werden zu wiederholende Übungen von dem Trainer / von der Trainerin oft mit dem japanischen Zahlensystem gezählt. Hier sind die Zahlen von Eins bis Zehn aufgeführt:

Ichi
= Eins
Ni = Zwei
San = Drei
Yon = Vier
Go = Fünf
Goku = Sechs
Shichi = Sieben
Hachi = Acht
Kyu = Neun
Ju = Zehn

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Unser Training findet je nach Wochentag in der Sporthalle der Hauptschule am Südring oder in der Halle der Pestalozzi-Schule an der Hans-Böckler-Straße in Bünde statt.

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